Saison 2025

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Der Traum vom Olympischen Gold

Lesums LG-Freihand-Schütze Matias Ligaard kehrt von der Junioren-EM aus Kroatien zurück

Matias Ligaard von den Sportschützen Bremen startete bei der Junioren-EM.

 

Lesum 14.03.2025. Matias Ligaard von den Sportschützen Bremen hat in der gerade abgelaufenen Saison der Luftgewehr (LG)-Freihand-Landesverbandsoberliga etwas geschafft, was vor ihm noch nie jemanden in dieser Liga gelungen war: Mit 400 Ringen erzielte er am letzten Wettkampftag das Optimum. 40 Zehnen bei 40 Schuss waren bis dahin kaum für möglich gehalten worden. Das Ergebnis erstaunt umso mehr, da Ligaard angeschlagen in den Wettkampf gegangen war.

„Ich habe mich schon über mein Ergebnis gefreut. Aber ich bin hinterher auch nicht gerade ausgeflippt. Schließlich bin ich insgesamt nicht so der emotionale Typ“, kommentiert der 19-Jährige seine Vorstellung. Kurz nach diesem Wettkampf vergoldete der Däne seine Leistung noch mit der Qualifikation für die Europameisterschaften im kroatischen Osijek. „Ich habe es als einziger Junior meines Landes dorthin geschafft. Darauf bin ich schon ein wenig stolz“, räumt der Youngster ein. Zusammen mit drei qualifizierten Juniorinnen und dem dänischen Nationaltrainer flog Matias Ligaard in die viertgrößte Stadt Kroatiens. Hier scheiterte dieser jedoch in der Vorrunde. Ligaard tritt in seiner Heimat für den Verein Trehoje in der Region Mitteljütland an. Einer seiner Klubkollegen ist Niels Overgaard, der bis vor kurzem selbst noch ein Startrecht bei den Sportschützen Bremen hatte und den Kontakt zu den Lesumern vermittelte. „Ich bin hier auch gleich super aufgenommen worden. Meine neuen Teamkollegen sind sehr nett zu mir“, versichert der Däne. Zu einem Wettkampf der Nordbremer legt dieser viele Kilometer zurück. „Ich sitze etwa fünf Stunden für eine Strecke im Auto“, informiert der angehende Student des Elektroingenieurswesens. „Ich möchte mal in der Windenergie und Solar-Branche arbeiten“, lässt der 19-Jährige wissen.

Zwar besitzt Matias Ligaard selbst auch einen Führerschein. Doch weil er sich eine starke Erkältung zugezogen hatte, ließ er sich zum abschließenden Wettkampf in Oldenburg gegen den SV Hahn lieber von seiner Mutter Mai Ligaard fahren. Die Erkrankung behinderte Matias Ligaard beim Wettkampf sehr. „Ich musste immer wieder husten und niesen“, so Ligaard. Dennoch vollzog er die außergewöhnliche Bestleistung. „Wenn ich krank bin, werde ich immer ganz ruhig. Das hat mit geholfen“, erzählt Matias Ligaard. Schon zur Hälfte seines Wettkampfes habe er gespürt, dass es etwas mit dem Rekord werden könnte. Schon eine 100er Serie hätte ihm eine Flasche Sekt beschert. Und dann legte der 19-Jährige gleich drei 100er Serien an den Tag. Aber selbst seine 400 Ringe vermochte die 2:3-Niederlage seines Teams gegen den SV Hahn nicht zu verhindern. „Ich bin meinen Eltern sehr dankbar, dass sie mich in meinem Sport und auch ansonsten finanziell so stark unterstützen“, erklärt Matias Ligaard. Niemand sonst in der näheren Familie hat jemals eine Waffe in der Hand gehalten.

„Nur meine Cousine hat mal geschossen, ist aber mittlerweile nicht mehr dabei“, lässt Ligaard wissen. Die Familie ist aber insgesamt sehr sportbegeistert. Matias Ligaard ist auch Fan des AC Mailand in der italienischen Serie A. Selbst spielte er in seiner Kindheit auch Fußball. „Doch weil meine Knochen sehr empfindlich sind, hat mit der Arzt von einem Kontaktsport abgeraten“, sagt Matias Ligaard.

Der Nordeuropäer, der ausgezeichnet englisch spricht, möchte bei den Olympischen Sommerspielen in Australien im Jahre 2032 die Goldmedaille gewinnen. „Das wäre mein Traum“, versichert der 19-Jährige. Dieser hätte auch nichts dagegen, sich bereits für die Olympischen Sommerspiele im Jahre 2028 in Los Angeles zu qualifizieren. „Unsere Planungen gehen aber in Richtung Olympischer Spiele im Jahre 2032“, ergänzt Matias Ligaard, der derzeit genau wie sein Bruder in einem Kindergarten arbeitet, um ein wenig Geld zu verdienen. Im Sommer wird er dann sein Studium in Herning beginnen.

„Wir sind sehr froh, dass wir Matias in unserem Team haben“, betont sein Mannschaftskollege Jens Hinrichs. Ligaard sei bei seinem ersten Start noch ein wenig zurückhaltend gewesen. „Aber schon beim zweiten Start hat man gemerkt, dass er richtig glücklich bei uns ist“, sagt Hinrichs. Matias Ligaard hat den Lesumern auch bereits seine Zusage für die nächste Saison in der Landesverbandsoberliga gegeben. „Ich bin sehr ehrgeizig und möchte dann schon in die 2. Bundesliga aufsteigen“, betont der 19-Jährige. Für ihn war das Liga-Schießen eine ganz neue Erfahrung. „Ich schieße normalerweise 60 statt 40 Schuss und liege bei einer Zehntelringe-Wertung dabei meist bei etwa 620 Ringen. Neu ist es für mich, gegen einen direkten Konkurrenten anzutreten. Das erzeugt einen enormen Druck“, sagt Ligaard. Diesem Druck halte er dank bereits vieler ausgetragener Finalschießen stand. Matias Ligaard schätzt besonders an seinem Sport, dass man sich über einen längeren Zeitraum konstant konzentrieren müsse. „Man muss sich dann auch selbst ehrlich Fehler eingestehen und sich mit diesen auseinandersetzen“, sagt Ligaard.

ZUR SACHE

Rikke Maeng Ibsen als Vorbild

Erst im Alter von 13 Jahren, also vor sechs Jahren, begann Ligaard mit dem Schießsport. „Die meisten gleichaltrigen Kollegen verfügen bereits über eine größere Erfahrung“, verrät der Sportler. Erfahrung sei das A und O im Schießsport. „Und bei den Sportschützen kann ich nun wertvolle Erfahrungen sammeln und mich weiterentwickeln“, versichert Matias Ligaard. Dieser hätte auch nichts dagegen, seinen Sport professionell zu betreiben. „Aber in Dänemark ist das schwierig. Deshalb befinde ich mich auch noch auf der Suche nach Sponsoren“, so Ligaard. In Ländern wie der Schweiz oder Norwegen gebe es auch die Möglichkeit, Gelder vom Verband zu bekommen. Ein großes Vorbild für Matias Ligaard stellt die zweimalige dänische Weltcup-Gewinnerin und Europameisterin aus dem Jahre 2022, Rikke Maeng Ibsen, dar, die genau wie er selbst für Trehoje startet. „Die finde ich schon richtig gut“, so Ligaard. Er selbst verfolgt ein klares Ziel in seiner Karriere. „Ich möchte mich für die Olympischen Sommerspiele im Jahre 2032 in Australien qualifizieren“, sagt Ligaard.

Stehende Ovationen für Matias Ligaard

Sportschütze erzielt 400 Ringe

Lesum 29.01.2025. Die Sportschützen Bremen haben zwar am letzten Wettkampftag in der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes mit 2:3 gegen den SV Hahn den Kürzeren gezogen. Dennoch bleibt den Lesumern eine Abstiegsrelegation erspart. Diese bestreitet nun der SV Bramstedt II als Vorletzter. Der SV Ladekop II steigt als Letzter direkt ab. Neben dem neuen Landesmeister SV Wechloy wird auch der SV Glückauf Middels als Zweiter am Aufstiegswettkampf zur 2. Bundesliga Nord teilnehmen.

Die Sportschützen Bremen hatten das Pech, dass ihr Kontrahent mit insgesamt 1955 Ringen das mit Abstand beste Ergebnis aller Mannschaften hinlegte. Die beiden Spitzenteams lagen auf der Anlage des SV Etzhorn deutlich hinter dem Dritten. Lesums Kapitänin Eyleen Heuwinkel behielt dennoch die Nerven und besiegte ihre Widersacherin Pia Goldmeyer mit 390 Ringen um einen Ring. „Eyleen hatte am Anfang noch Probleme, den Nullpunkt zu finden“, sagte Lesums Jens Hinrichs. Neuzugang Matias Ligaard gelang dann etwas ganz Besonderes im Duell mit Hahns Julia Haß. Der Däne traf bei seinem zweiten Auftritt für die Nordbremer ausschließlich in die Zehn und hatte mit seinem optimalen Ergebnis von 400 Ringen am Ende um sieben Ringe die Nase vorne. „Es gab Standing Ovations auf der Anlage. Das war schon eine beeindruckende Vorstellung“, erklärte Hinrichs. Bereits für die erste 100-Ringe-Serie erhielt Ligaard eine Flasche Sekt. „Es konnte da ja noch keiner ahnen, dass noch drei weitere 100er Serien folgen sollten. Matias war am Ende auch sehr happy über sein Ergebnis“, so Hinrichs. Dabei war der 19-Jährige am Tag zuvor noch krank und ließ sich deshalb auch von seiner Mutter zum Wettkampf nach Oldenburg bringen. „In einer Woche bestreitet Matias die Qualifikation für die Europameisterschaften“, informierte Jens Hinrichs.

Lesums Guido Flierbaum ging mit seinen 380 Ringen nicht an seine Leistungsgrenze, hätte die 393 Ringe von Elisa Bruns aber vermutlich ohnehin nicht gepackt. „Guido spürte noch die harte Gartenarbeit vom Vortag“, berichtete Hinrichs. Kevin Standhartinger blieb mit seinen 378 Ringen zwar ebenfalls hinter seinen Möglichkeiten zurück. Doch auch bei ihm lag die Latte mit den 391 Ringen von Hahns Mirjam Hebels extrem hoch. „Kevin peilt derzeit immer so die 380 Ringe an und war deshalb nicht unzufrieden mit seinem Resultat“, sagte Jens Hinrichs. Er selbst hätte seinen Farben aber als Nummer fünf noch den Sieg bescheren können. „Ich war auch schneller fertig als meine Gegnerin Melina Strüwing und habe sie damit unter Druck gesetzt“, gab Hinrichs zu bedenken. Strüwing schloss auch „nur“ mit einer Neun ab. Doch für ein Stechen hätte es schon eine Acht sein müssen. Dieses verpasste Jens Hinrichs mit seinen 388 Ringen also um einen Ring. „Es war dennoch mein bestes Saisonergebnis. So hätte es ich es mir auch schon am Anfang der Saison gewünscht“, resümierte der 39-Jährige.

INFO

Ergebnisse: SV Etzhorn - SV Wiefelstede 5:0; SV Wechloy - SV Bramstedt 5:0; SV Hahn - Sportschützen Bremen 3:2; SV Ladekop II - SV Glückauf Middels 1:4

Abschlusstabelle: 1. SV Wechloy 23:12 Einzelpunkte/12:2 Mannschaftspunkte; 2. SV Glückauf Middels 21:14/10:4; 3. SV Hahn 21:14/10:4; 4. SV Etzhorn 19:14/8:6; 5. SV Wiefelstede 19:16/6:8; 6. Sportschützen Bremen 18:17/6:8; 7. SV Bramstedt II 10:25/4:10; 8. SV Ladekop II 7:28/0:14 

Eyleen Heuwinkel und Dean Uljee eine Bank

Sportschützen Bremen haben den Klassenerhalt nach 3:2-Sieg über Middels und Ladekops Niederlagen sicher

Lesum 15.01.2025. Die Sportschützen Bremen haben bereits am dritten Wettkampftag in der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Dabei unterlagen die Lesumer auf der Anlage des SV Wechloy zunächst unglücklich dem SV Wiefelstede mit 2:3, ehe sie den bisherigen Spitzenreiter SV Glückauf Middels mit 3:2 in die Knie zwangen. Der SV Ladekop II steht nach zwei Niederlagen als Absteiger fest.

SV Wiefelstede – Sportschützen Bremen 3:2: „Ich hatte eher mit einem Sieg über Wiefelstede als mit einem über den SV Glück auf Middels gerechnet“, räumte Sportschütze Jens Hinrichs ein. Wegen ihrer Spitzenergebnisse vom vorherigen Wettkampftag rückte Eyleen Heuwinkel auf Platz eins bei den Nordbremern hoch. Mit 395 Ringen verwies die Mannschaftsführerin Isabell de Vries um vier Ringe in die Schranken. „Eyleen befand sich in Bestform“, frohlockte Hinrichs. Dean Uljee behielt mit seinen 394 Ringen zudem klar die Oberhand über Wiefelstedes Malihe Gholami. „Bei Dean hatte sich ein solches Ergebnis bereits im Training angedeutet“, sagte Jens Hinrichs. Lesums Guido Flierbaum enttäuschte mit seinen 384 Ringen keinesfalls, musste sich aber dennoch Rene Wempen um drei Ringe geschlagen geben. „An diesem Tag war Rene einfach zu stark“, urteilte Hinrichs. Kevin Standhartinger blieb bei seiner 379:384-Niederlage gegen Wiefelstedes Annika Kruse hinter seinen Möglichkeiten zurück. „Aber irgendwann muss Kevins fehlendes Training ja auch Einfluss auf seine Ergebnisse haben“, gab Jens Hinrichs zu bedenken.

Also hing alles am Duell von Jens Hinrichs gegen Selina Venekamp. „Ich war der Letzte auf dem Stand“, informierte Hinrichs. Er sei zwar mit seiner Technik einverstanden gewesen. „Dennoch habe ich zu selten genau in die Mitte getroffen“, so der Routinier. Immer wieder verließ Hinrichs den Stand, um sich neu zu sortieren. Mit einer 97er Serie im dritten Satz machte er auch Boden auf Venekamp gut. „Doch dann wollten die Zehner wieder nicht fallen“, bedauerte Jens Hinrichs. Im letzten Schuss benötigte er eine Zehn für ein Stechen. Doch nach einer Neun und insgesamt 380 Ringen stand die Niederlage bereits fest.

SV Glückauf Middels - Sportschützen Bremen 2:3: Eyleen Heuwinkel und Dean Uljee waren mit ihren 394 beziehungsweise sogar 396 Ringen wieder eine Bank. „Die beiden waren schon bärenstark“, stellte Jens Hinrichs fest. Während Uljee somit gegen Carmen Hartmann (379) klar als Sieger vom Stand ging, so hielt die Kapitänin ihre Kontrahentin Ulrike Budde nur um einen Ring auf Distanz. Middels war aber in der Mitte mit Marvin Conrads und Anika Budde besonders stark aufgestellt. Conrads besiegte mit seinen 390 Ringen Guido Flierbaum, der sich mit 381 Ringen begnügen musste. „Da war für Guido nichts zu machen“, fand Hinrichs. Anika Budde schockte Kevin Standhartinger sogar mit 392 Ringen an Position vier. „Dass Middels an diesen Positionen mit derart guten Resultaten aufwartete, zeigt, wie stark das Team ist“, erklärte Jens Hinrichs. Standhartinger war mit seinen 377 Ringen nicht konkurrenzfähig. „Die 392 Ringe von Anika Budde wären für ihn aber ohnehin nicht machbar gewesen“, so Hinrichs.

Folglich entschied wieder das Duell mit Beteiligung von Jens Hinrichs über Sieg und Niederlage. Hinrichs verfolgte diesmal eine andere Taktik. „Unser Vorsitzender Andreas Brenneke hatte mir dazu geraten, schneller zu schießen“, berichtete Jens Hinrichs. Mit seinen 375 Ringen verschlechterte sich dieser zwar um fünf Ringe gegenüber dem ersten Wettkampf und beendete diesen auch mit einer schwachen Acht, setzte seinen hinterhereilenden Widersacher Mirko Wento aber dennoch unter Druck. Wento hätte mit einer Zehn den Gesamtsieg perfekt machen können und mit einer Neun ein Stechen erreicht. Doch mit einer Acht zog er den Kürzeren. „Somit sind wir nach unten abgesichert“, atmete Jens Hinrichs auf.

INFO

3. Wettkampftag: SV Hahn - SV Etzhorn 3:2; SV Bramstedt - SV Ladekop II 3:2; SV Etzhorn - SV Bramstedt 3:2; SV Hahn - SV Ladekop II 4:1; SV Wechloy - SV Glückauf Middels 3:2; SV Wiefelstede - Sportschützen Bremen 3:2; SV Glückauf Middels - Sportschützen Bremen 2:3; SV Wechloy - SV Wiefelstede 3:2

Tabelle: 1. SV Wechloy 18:12 Einzelpunkte/ 10:2 Mannschaftspunkte; 2. SV Hahn 18:12/8:4; 3. SV Glückauf Middels 17:13/8:4; 4. SV Wiefelstede 19:11/6:6; 5. Sportschützen Bremen 16:14/6:6; 6. SV Etzhorn 16:14/6:6; 7. SV Bramstedt II 10:20/4:8; 8. SV Ladekop II 6:24/0:12 

Erstklassiges Niveau zum Auftakt

Sportschützen Bremen gewinnen und verlieren in der Luftgewehr-Freihand-Landesverbandsoberliga

Lesum. Ein Niveau wie in der Bundesliga hat am ersten Wettkampftag in der Luftgewehr (LG)-Landesverbandsoberliga des Nordwestdeutschen Schützenbundes geherrscht. Mitten drin befanden sich die Sportschützen Bremen, die den SV Ladekop II mit 4:1 besiegten und mit 2:3 das Nachsehen gegen den gastgebenden SV Bramstedt II hatten.

Sportschützen Bremen – SV Ladekop II 4:1: Der Neuzugang der Lesumer, Dean Uljee, hatte einen Tag zuvor noch einen Wettkampf in seiner niederländischen Heimat bestritten und verpasste somit das Team-Event am Vortag. „Dafür hat er es aber mit seinen 394 Ringen gut gemacht, auch wenn er damit nicht ganz zufrieden war“, erklärte Sportschütze Jens Hinrichs. Damit ergatterte dieser aber ebenso wie seine Teamkollegin Eyleen Heuwinkel mit ihren 391 Ringen seinen Einzelzähler. „Bei Eyleen hat alles geklappt, was sie sich vorher vorgenommen hatte“, versicherte Hinrichs.

Guido Flierbaum holte zwar auch mit seinen 383 Ringen seinen Einzelpunkt für die Nordbremer, schöpfte aber nicht sein volles Potenzial aus. „Unser Kevin Standhartinger hatte eine längere Pause eingelegt und durfte deshalb mit seinen 381 Ringen durchaus zufrieden sein“, sagte Jens Hinrichs. Wenn sein Kontrahent Ole Prigge mit seinen 390 Ringen an Position vier nicht so stark gewesen wäre, hätte es auch zu einem Einzelpunkt reichen können.

Jens Hinrichs machte mit seinen 380 Ringen den relativ glatten Teamsieg perfekt. „Im Training schieße ich aber mehr. Ich habe mich zu sehr auf meinen Gegner fokussiert, der nach der ersten Serie zehn Ringe weniger als ich aufwies“, teilte Hinrichs mit. Dies habe zu einem Einbruch in der zweiten Serie von nur noch 92 Ringen geführt. „Ich habe in dieser Serie überall hingeschossen, nur nicht dahin, wohin ich wollte“, so Hinrichs. Er habe sich dann jedoch zusammengerissen und noch recht locker seinen Einzelzähler verzeichnet.

SV Bramstedt II – Sportschützen Bremen 3:2: Die Gastgeber wurden während des Probeschießens auf einen Aufstellungsfehler in ihrem ersten Duell hingewiesen. Da Volker Vogelsang den geringfügig besseren Schnitt in der Vorsaison als Finja Kunst zu bieten hatte, hätte dieser im ersten Match gegen den SV Wiefelstede anstelle von Kunst an Position zwei antreten müssen.

„Die Bramstedter wollten auch gegen uns in der falschen Aufstellung auflaufen, stellten dann aber nach der Probe noch um“, berichtete Jens Hinrichs. Dies sei früher so nicht erlaubt gewesen. Nach alter Regel hätten die Bramstedter von vornherein verloren gehabt. Beim Gast ersetzte der Däne Matias Ligaard den Niederländer Dean Uljee. Der 19-Jährige setzte sich trotz starker 393 Ringe gerade einmal mit einem Ring durch. „Matias schießt aber sonst höhere Ergebnisse“, informierte Jens Hinrichs.

Eyleen Heuwinkel steigerte sich noch einmal um zwei Ringe und besiegte deshalb Volker Vogelsang an zweiter Stelle. In einer guten Tagesform hätte Guido Flierbaum auch die 385 Ringe von Finja Kunst packen können. Flierbaum blieb aber mit seinen 382 Ringen erneut hinter den eigenen Erwartungen zurück. Dasselbe Resultat verbuchte Kevin Standhartinger, der damit um einen Ring den Kürzeren zog. „Kevin kann sicherlich Ergebnisse in Richtung der 390 Ringe erzielen. Aber dafür, dass er das Gewehr lange nicht angefasst hatte, war es in Ordnung“, urteilte Hinrichs. Er selbst ärgerte sich über seine nur 376 Ringe. „Ich habe immer nach dem Fehler gesucht, ihn aber nicht gefunden. Viele gute Neuner nützten mir am Ende nichts“, gab Jens Hinrichs zu bedenken.

INFO

Landesverbandsoberliga: SV Glückauf Middels - SV Hahn 3:2, SV Etzhorn - SV Wechloy 3:2 SV Wechloy - SV Hahn 3:2, SV Glückauf Middels - SV Etzhorn, SV Bramstedt II - SV Wiefelstede 0:5, SV Ladekop II - SV Wiefelstede 0:5

Sportschützen Bremen - SV Ladekop II 4:1: Dean Uljee - Julian Stoll 394:387; Eyleen Heuwinkel – Holger Anderssohn 391:388; Guido Flierbaum - Maira Hauschild 383:376; Kevin Standhartinger – Ole Prigge 381:390; Jens Hinrichs – Klaus Vieweger 380:368SV Bramstedt II - Sportschützen Bremen 3:2: Jonas Cohrs – Matias Ligaard 392:393; Volker Vogelsang – Eyleen Heuwinkel 391:393; Finja Kunst – Guido Flierbaum 385:382; Lisa Pohler – Kevin Standhartinger 383:382; Zoe Cordes – Jens Hinrichs 387: 376Tabelle: 1. SV Wiefelstede 10:0 Einzelpunkte/4:0 Mannschaftspunkte: 2. SV Glückauf Middels 6:4; 3. Sportschützen Bremen 6:4/2:2; 4. SV Etzhorn 5:5/2:2; 5. SV Wechloy 5:5/2:2; 6. SV Bramstedt II 3:7/2:2; 7. SV Hahn 4:6/0:4; 8. SV Ladekop II 1:9/0:4

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