Lesum. Guido Flierbaum von den Sportschützen Bremen aus Lesum hat bei den Deutschen Meisterschaften in München-Hochbrück einen fabelhaften fünften Platz errungen. Im
Luftgewehr-Freihand-Wettbewerb der Herren II erzielte der 41-Jährige 612,7 Ringe und schrammte damit nur um 2,2 Ringe am Sprung auf das Siegertreppchen vorbei.
„Ich bin aber ganz froh, dass der Abstand nicht noch geringer ist, damit ich mich nicht ärgern muss und ich darüber nachdenke, was gewesen wäre, wenn ich noch ein wenig besser geschossen hätte“,
erklärte das langjährige Mitglied der Liga-Mannschaft der Sportschützen, die von November an um die Rückkehr in die 2. Bundesliga Nord kämpfen wird. Nach einem ordentlichen Auftakt mit 102,5 Ringen
verbaute sich Flierbaum auch mit einer Serie von nur 100,7 Ringen ein wenig den Weg zu einer möglichen Medaille. „Ich hatte leider den einen oder anderen Ausreißer dabei“, bedauerte der Nordbremer.
Aber immerhin vier der sechs Serien lagen über 102 Ringen mit zahlreichen guten Zehnen. Christian Brenneisen vom KK-Schützenverein Reihen holte mit 616,9 Ringen am Ende den Titel. Guido Flierbaum war
gerade zwei Jahre mit einem Hausbau beschäftigt und trug bereits Gedanken ans Aufhören in sich. „Es fiel mir sehr schwer, wieder ins Training einzusteigen“, räumte der Kraftwerker ein, der im
Leitstand als Schichtspringer des Müllheizkraftwerks der swb in Bremen-Findorff arbeitet.
Vor den nationalen Titelkämpfen wollte es das Gründungsmitglied der Sportschützen Bremen, das dementsprechend bereits seit 15 Jahren diesem Verein angehört, aber noch einmal wissen. „Ich habe viel
im Landesleistungszentrum in Bassum trainiert und mir auch Tipps und Ratschläge von Landestrainer Marcus Hemmelskamp geholt“, verriet Flierbaum. Hemmelskamp habe Hinweise darauf gegeben, wie er seine
Nervosität bei solchen Meisterschaften besser in den Griff bekomme. „Das war sehr hilfreich für mich“, versicherte der 41-Jährige. Dieser denke nun nicht mehr ans Karriereende. „Meine gute Leistung
bei der DM motiviert mich“, so Guido Flierbaum. Flierbaum reiste zur DM mit seinen Klubkollegen Marvin Giegling und Jens Hinrichs an, die mit 620,9 beziehungsweise 602,1 Ringen auf den Plätzen 21 und
113 bei den Herren I den Einzug ins Finale der besten acht Schützen verpassten. Hier siegte Maximilian Ulbrich von der Königlichen privaten FSG Der Bund Allach mit 631,8 Ringen in der Qualifikation
und 253,5 Ringen im Finale. Bei den Herren II wurde kein Finale ausgeschossen. In der Teamwertung verbuchten die Sportschützen Rang 17 beim Triumph der Kgl. priv. FSG Der Bund Allach.