Standhartinger gewinnt Nervenduell
Am zweiten Wettkampftag hat die Sportschützen Bremen die Reise zum SV Eiche Idafehn geführt. Dort trafen die Lesumer auf Freischütz Rautheim (3:2) sowie die SB Freiheit II (1:4).
07.11.2018
Kevin Standhartinger (Sportschützen Bremen) holte gegen Rautheim den entscheidenden Punkt.
Lesum. Am zweiten Wettkampftag in der 2. Luftgewehr-Freihand-Bundesliga-Nord hat die Sportschützen Bremen die Reise zum SV Eiche Idafehn geführt. Dort trafen die Lesumer auf Freischütz Rautheim sowie die SB Freiheit II. Während Freischütz Rautheim bereits in der 1. Bundesliga angetreten war, handelt es sich bei der SB Freiheit ll um die Reserve des amtierenden deutschen Meisters. „Es waren also beides schwere Gegner für uns“, gab der Vorsitzende der Sportschützen, Andreas Brenneke, zu bedenken. Wie bereits am ersten Wettkampftag verbuchte der Aufsteiger einen Sieg und eine Niederlage.
Freitschütz Rautheim – Sportschützen Bremen 2:3: „Angepeilt war von unserem Team, möglichst einen Sieg mit nach Hause zu nehmen“, erklärte Brenneke. Da Nicklas Koldehoj mit dem dänischen Verband unterwegs war, trat der Liganeuling in der aus der vergangenen Saison gewohnten Aufstellung mit dem Niederländer Jelle Wind an. Dazu gesellten sich Neuzugang Tim Becker, Eyleen Heuwinkel, Kevin Standhartinger und Guido Flierbaum. „Der Start war etwas holprig“, berichtete Andreas Brenneke. Die Sportschützen hätten dann aber zugelegt.
Jelle Welle verlor sein Einzel mit einem für ihn eher mäßigen Ergebnis (391). Ann-Kathrin Näther hatte noch drei Ringe mehr zu bieten. Tim Becker bot mit 385 Ringen zwar ein ordentliches Resultat, unterlag Julia Schwieger um vier Ringe. „Da waren also schon zwei Punkte weg“, erklärte Brenneke. Eyleen Heuwinkel legte einen guten Wettkampf an den Tag und siegte mit 388 knapp gegen Morton Flecks. Guido Flierbaum vermochte sich zwar ein wenig im Vergleich zum ersten Wettkampftag zu steigern, ist aber noch nicht wieder in Topform.
Dennoch holte er sich mit 379 seinen Einzelzähler und glich zum 2:2 aus. Nun hatte es Kevin Standhartinger in der Hand, den entscheidenden Punkt für sein Team zu ergattern. In der letzten Serie startete er mit acht Zehnen hintereinander und setzte seinen Kontrahenten Nickolai Kristensen damit mächtig unter Druck. Zum Ende leistete sich Standhartinger jedoch zwei Neuner.
So musste er trotz starker 387 Ringe in ein Shoot-off mit seinem ringgleichen Widersacher gehen. Beide Schützen hatten zwei Minuten Vorbereitungszeit, ehe sie zum Laden des Sportgeräts für den ersten Stechschuss gebeten wurden. „Beide Teams standen hinter ihren Schützen und feuerten diese mit einem Klatschen an“, berichtete Brenneke. Kevin Standhartinger schoss als Erster. „Die Anzeige zeigte einen blauen Schuss an, also eine Acht. Bei uns herrschte Entsetzen, denn der Gegner brauchte nun nur noch eine Neun, um sein Team zum Sieger zu machen“ (Brenneke). Kristensen zeigte jedoch Nerven und brachte nur eine Sieben zustande.
SB Freiheit II – Sportschützen Bremen 4:1: „In der zweiten Partie lief es nicht so gut für unser Team, obwohl ein Sieg möglich gewesen wäre“, teilte Andreas Brenneke mit. Jelle Wind sei nicht so richtig in den Wettkampf gekommen. „Er erlaubte sich auch zwei Achter, was nur die Mannschaftskasse erfreute“, informierte Brenneke. Seine 387 Ringe langten wieder nicht zu einem Einzelsieg. Tim Becker wiederholte mit 385 Ringen sein Resultat aus dem ersten Wettkampf. „Aber selbst in Topform hätte Tim seinen stark auftrumpfenden Gegner Sören Meissner, der unglaubliche 398 Ringe raushaute, kein Paroli bieten können“, war sich Andreas Brenneke ganz sicher.
Eyleen Heuwinkel hätte ein bisschen mit sich gehadert und verlor ihr Duell gegen Lisa Geweke mit 380 Ringen. „Da war sicherlich mehr drin“, stellte der Klubchef fest. Kevin Standhartinger spulte hingegen konstant sein Pensum runter und fuhr mit 385 Ringen seinen Einzelpunkt ein.
An Position fünf kam es zum Wechsel. Birgit Querfurth ersetzte Guido Flierbaum. Somit feierte Querfurth ihr Bundesliga-Debüt. „Natürlich war Birgit sehr nervös. Aber ihre 376 Ringe waren schon in Ordnung. Sie hätte schon an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um das starke Ergebnis ihres Gegners Stephan Evertz zu übertrumpfen“, ließ Brenneke wissen. Evertz bejubelte fabelhafte 389 Ringe. Somit ging dieser Wettkampf verloren.
„Dies trübte aber nicht die Laune, da wir aus dem zweiten Wettkampftag schließlich mit einem Sieg hervorgegangen sind. Dies bedeutet noch Platz vier in der aktuellen Tabelle“, meinte Brenneke. Er hob hervor, dass der Liganeuling nun wieder zwei Mannschaftspunkte mehr auf dem Konto im Kampf gegen den Abstieg habe.
Am 2. Dezember wollen die „Schaafschützen“ nun bei ihrem Heimwettkampf auf der Anlage des Blumenthaler SV in Beckedorf gegen den Zweiten SGi Steinkirchen sowie gegen den Vorletzten SV Ladekop zumindest einen Sieg nachschieben – dann soll auch Nicklas Koldehoj wieder mitwirken.
Weitere Informationen
Ergebnisse
Freitschütz Rautheim – Sportschützen Bremen 2:3: Ann-Kathrin Näter – Jelle Wind 394:391; Julia Schwieger – Tim Becker 389:385; Morton Flecks – Eyleen Heuwinkel 386:388; Nickolai Kristensen – Kevin Standhartinger 387:387/7:8; Christian Zierz – Guido Flierbaum 369:379
SB Freiheit II – Sportschützen Bremen 4:1: Jacqueline Völker – Jelle Wind 392:387; Sören Meissner – Tim Becker 398:385; Lisa Geweke – Eyleen Heuwinkel 385:380; Maik Wonigait - Kevin Standhartinger 379:385; Stephan Evertz – Birgit Querfurth 389:376
SV Eiche Idafehn – SB Freiheit II 2:3; SV Eiche Idafehn – Freischütz Rautheim 2:3; KKS Nordstemmen – SGi Steinkirchen 4:1; SV Ladekop – SV Stoppelmarkt 3:2; SGi Steinkirchen - SV Stoppelmarkt 4:1; KKS Nordstemmen – SV Ladekop 5:0
Tabelle: 1. KKS Nordstemmen 4 Wettkämpfe/17:3 Einzelpunkte/8:0 Mannschaftspunkte; 2. SGi Steinkirchen 4/14:6/6:2; 3. SB Freiheit II 4/13:7/6:2; 4. Sportschützen Bremen 4/9:11/4:4; 5. Freischütz Rautheim 4/8.12/4:4; 6. SV Stoppelmarkt 4/7:13/2:6; 7. SV Ladekop 4/5:15/2:6; 8. SV Eiche Idafehn 4/7:13/0:8
